Klassisches Management
Das klassische Projektmanagement folgt einem linearen, sequenziellen Ansatz. Man stellt sich das Projekt wie eine Treppe oder einen Wasserfall vor: Jede Phase muss vollständig abgeschlossen sein, bevor man die nächste beginnt. Der Fokus liegt auf einer detaillierten Planung im Voraus, klaren Verantwortlichkeiten und einer festen Zieldefinition.
Die Kernphilisophie

Im Gegensatz zu agilen Methoden (wie Scrum), die auf Flexibilität setzen, basiert das klassische Modell auf der Annahme, dass sich die Anforderungen während der Laufzeit kaum ändern. Es ist das „Plan-then-Execute"-Prinzip – und es hat sich in zahlreichen Branchen über Jahrzehnte bewährt.

Bei Velopad setzen wir klassisches Projektmanagement dort ein, wo es seinen größten Hebel entfaltet: in Projekten mit klarem Scope, festen Vertragsrahmen oder regulatorischen Anforderungen – und verbinden es bei Bedarf mit modernen Steuerungsinstrumenten.


Die 5 Phasen nach dem Wasserfall-Modell

Ein typisches klassisches Projekt durchläuft einen fest definierten Lebenszyklus:

  1. Initialisierung: Hier wird die Vision definiert. Was ist das Ziel? Wer sind die Stakeholder? In einem Business Case wird geprüft, ob sich das Projekt überhaupt lohnt.
  2. Planung: Das Herzstück des Modells. Hier werden Zeitpläne (Gantt-Charts), Budgets, Ressourcen und Risiken bis ins Detail festgelegt.
  3. Durchführung: Das Team arbeitet die geplanten Aufgaben ab. Der Projektleiter koordiniert die Ressourcen
  4. Überwachung & Steuerung: Parallel zur Durchführung wird geprüft: Sind wir im Zeitplan? Reicht das Geld noch? Qualitätskontrollen finden hier statt.
  5. Abschluss: Das Projekt wird übergeben, dokumentiert und offiziell aufgelöst.
Zentrale Instrumente

Um die Kontrolle zu behalten, nutzt das klassische Management bewährte Werkzeuge:
  • Projektstrukturplan (PSP): Das Projekt wird in kleine, handhabbare Arbeitspakete zerlegt.
  • Gantt-Diagramm: Eine visuelle Zeitleiste, die zeigt, welche Aufgaben wann erledigt werden und welche Abhängigkeiten bestehen (z. B.: „Das Dach kann erst gebaut werden, wenn die Wände stehen“).
  • Meilensteine: Kritische Zeitpunkte im Projekt, die den Fortschritt markieren.
Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

Nachteile

Hohe Planungssicherheit: Kosten und Termine sind frühzeitig kalkulierbar

Geringe Flexibilität: Änderungen während der Laufzeit sind teuer und kompliziert.

Klare Struktur: Jeder weiß zu jeder Zeit, was seine Aufgabe ist

Spätes Ergebnis: Kunde sieht das fertige Ergebnis oft erst ganz am Ende

Gute Dokumentation: Jeder Schritt wird genau festgehalten

Risiko von Fehlplanung: Wenn die Planung anfangs fehlerhaft war, können sich die Auswirkungen durch das ganze Projekt ziehen.


Wann sollte man es einsetzen?

Das klassische Modell ist keineswegs veraltet - es kommt auf den Kontext an.
Klassisches Projektmanagement eignet sich ideal für:

  • Bauprojekte: Man kann ein Fundament nicht „agil“ anpassen, wenn das Haus schon halb steht.
  • Produktion & Industrie: Wo Prozesse standardisiert sind.
  • Projekte mit fixen Budgets und Deadlines: Wenn der Rahmen absolut starr ist.
  • Regulierte Branchen: Wo lückenlose Dokumentation und formale Abnahmen erforderlich sind.


Fazit: Klassisches Projektmanagement bietet Stabilität und Vorhersehbarkeit in einer unsicheren Welt – solange man genau weiß, wo die Reise hingehen soll. Velopad begleitet Sie dabei vom ersten Business Case bis zum formalen Projektabschluss.

April, 2026
Autor: Maxim Zolotnitski

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